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FAQ zur Riester-Förderung
Häufig gestellte Fragen

 


Sie erhalten bei uns die DWS Top Rente und die DWS Riester Rente Premium mit Rabatt bzw. Sonderkonditionen. Auf den Seiten DWS Top Rente und DWS Riester Rente Premium haben wir Ihnen einige Informationen zu den Produkten bereit gestellt. Zusätzlich finden Sie auf der Seite Riester-Förderung grundlegende Informationen zur Riester-Förderung.

Weitere Fragen und Antworten zur Riester-Förderung haben wir Ihnen auf dieser Seite zusammen gestellt.

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  Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Riester-Förderung

1. Was ist die Riester-Rente?

    Der Begriff der "Riester-Rente" führt auf den ehemaligen Bundesarbeitsminister Walter Riester zurück. Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge, die seit 2001 existiert. Da der Generationenvertrag in seiner ursprünglichen Form nicht mehr ausreicht, um die steigende Zahl an Rentenempfängern bei gleichzeitig weniger Beitragszahlern zu bedienen, wurde eine kapitalgedeckte Form der Altersvorsorge ins Leben gerufen.

2. Welche Personen gehören zum geförderten Personenkreis?

    Grundsätzlich gehören zu den begünstigten Personen der Riester-Förderung alle steuerpflichtigen Personen, die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichten und weitere Personengruppen.

    Gefördert werden zunächst alle Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung. Zusätzlich hat der Gesetzgeber die Förderberechtigung auf weitere Personengruppen erweitert.  Zu den Direkt-Förderberechtigten gehören Arbeitnehmer, Wehr- und Zivildienstleistende, Landwirte, versicherungspflichtige Selbständige, Kindererziehende, Vorruheständler, Pflegepersonen (häusliche Pflege), Arbeitslose, Beamte/Richter/Berufssoldaten, Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst.

    Zu den Nicht-Förderberechtigten gehören nicht-versicherungspflichtige Personen, wie Hausfrauen/Hausmänner, Studenten ohne versicherungspflichtige Beschäftigung, nicht-versicherungspflichtige Selbständige, Rentner, die überwiegende Zahl der geringfügig Beschäftigten, freiwillig Versicherte in der gesetzl. Rentenversicherung.

3. Was bedeutet unmittelbar und mittelbar förderberechtigt?

    Wenn Sie zum geförderten Personenkreis gehören (siehe Frage 2), so sind Sie direkt (unmittelbar) förderberechtigt. Sind Sie mit einer direkt-förderberechtigten Person verheiratet, so sind Sie indirekt-förderberechtigt (mittelbar) und können durch einen eigenen Vertrag auch die Zulage vom Staat erhalten, ohne dabei eigene Einzahlungen vornehmen zu müssen.

4. Können auch Beamte, die im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, die Förderung erhalten?

    Ja, seit dem 01.01.2002 gehören auchBeamte zum förderberechtigten Personenkreis. Ebenso Beschäftigte, die im Rahmen ihres Beschäftigungsverhältnisses statusrechtlich wie Beamte behandelt werden, gehören zum förderberechtigten Personenkreis.

5. Müssen Beamte etwas Besonderes beachten?

    Ja, sie müssen ihrer Besoldungsstelle bzw. ihrem Dienstherrn eine schriftliche Einwilligung geben, dass diese der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte alle für die Förderung relevanten Daten übermitteln darf (Bezüge, Kinderzahl etc.). Ein Formular für die Einverständniserklärung erhalten Beamte meist bei ihrer Besoldungsstelle.

6. Welche Konsequenz hat es, wenn ich arbeitslos werde?

    Bezieher von Arbeitslosengeld haben i.d.R. weiterhin Anspruch auf die staatliche Förderung und können dementsprechend weiter in ihren Vertrag einzahlen. Sollte dies aber auf Grund der finanziellen Situation nicht mehr möglich sein, so kann der Beitrag selbstverständlich auch reduziert oder der Vertrag beitragsfrei gestellt werden.

7. Welche Konsequenz hat es, wenn ich ins Ausland ziehe?

    Wer in Deutschland arbeitet und seinen Wohnsitz im Ausland hat, ist genauso förderberechtigt bzw. zulageberechtigt wie jemand, der in Deutschland wohnt. Dies wurde 2009 nach einem Gerichtsurteil des Europäischen Gerichtshofes EuGH entsprechend geändert. Genauso kann man seine Riester-Rente später im Ausland ausgezahlt bekommen, wenn man z.B. in Deutschland gearbeitet hat und dabei die Riester-Förderung erhalten hat und im Rentenalter dann im Ausland wohnt.

8. Sind Studenten auch förderberechtigt?

    In der Regel sind Studenten nicht förderberechtigt. Wenn allerdings ein sozialversicherungspflichtiger Nebenjob ausgeübt wird (Entgelt größer als 400 Euro), so sind auch Studenten förderberechtigt.

9. Gehören auch Personen mit ausländischer Nationalität zum förderberechtigten Personenkreis?

    Die Nationalität ist nicht das entscheidende Kriterium für eine Förderberechtigung. Voraussetzung ist die uneingeschränkte Einkommensteuerpflicht und das Einzahlen in die Sozialversicherung in Deutschland.

10. Gibt es bei der Inanspruchnahme von Kindererziehungszeiten Besonderheiten?

    In der Kindererziehungszeit besteht eine direkte Förderberechtigung, da diese Zeiten auch in der gesetzlichen Rentenversicherung angerechnet werden. Kindererziehungszeiten sind die Zeiten, in denen das Kind in den ersten 3 Jahren nach der Geburt erzogen wird. Zu beachten ist daher, dass während dieser Zeit mindestens der gesetzlich vorgeschriebene Sockelbetrag in diesen Vertrag eigenständig eingezahlt wird. Unter Umständen muss für die volle Zulage auch ein größerer Betrag selbst eingezahlt werden. Im ersten Jahr der Kindererziehungszeit ist das Einkommen aus dem Vorjahr noch zu berücksichtigen bei der Höhe der Eigenbeiträge bzw. Gewährung der Zulage.

11. Wie sieht die staatliche Förderung aus?

    Die staatliche Förderung besteht aus zwei Komponenten: Die Zulage und der Riester-Steuerersparnis im Rahmen des Sonderausgabenabzugs.
    Bei den Zulagen wird nochmals unterschieden zwischen der Grundzulage und der Kinderzulage. Die Grundzulage erhält jeder förderberechtigte Sparer, während die Kinderzulage für jedes kindergeldberechtigte Kind gezahlt wird.

12. Wie hoch ist die staatliche Förderung?

    Die Grundzulage beträgt 154 Euro und die Kinderzulage 185 Euro für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, und 300 Euro für Kinder, die ab 2008 geboren wurden.

13. Wie hoch ist der Sonderausgabenabzug?

    Der Sonderausgabenabzug (Förderhöchstbetrag) beträgt 2.100 Euro je förderberechtigtem Sparer.

14. Besteht der Sonderausgabenabzug zusätzlich zu den Zulagen?

    Ja. Bei der Berechnung des Steuervorteils wird aber die erhaltene Zulage abgerechnet. Ist die Steuerersparnis größer als die Zulage, erhält der Sparer im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung eine zusätzliche Steuergutschrift (Günstigerprüfung siehe Frage 15). Ist dagegen jedoch die Zulage größer als der Steuervorteil, hat der Sonderausgabenabzug keine weitere Auswirkung.

15. Was versteht man unter Günstigerprüfung?

    Das Finanzamt prüft im Rahmen der Einkommensteuerberechnung von Amts wegen, ob der Sonderausgabenabzug größer (also "günstiger") als die Zulage ist.

16. Besteht der Sonderausgabenabzug für meine eingezahlten Beiträge zu meinem Riester-Vertrag unabhängig von den Höchstbeiträgen für meine sonstigen Vorsorgeaufwendungen etc.?

    Ja, es handelt sich hierbei um einen zusätzlichen Sonderausgabenabzug, der unabhängig von allen anderen Abzugsmöglichkeiten ist. Somit kann er zusätzlich in Anspruch genommen werden.

17. Wird der etwaige Steuervorteil meinem Riester-Vertrag gutgeschrieben?

    Nein. Dieser wird im Rahmen der Einkommensteuerfestsetzung Ihrem Konto gutgeschrieben.

18. Wenn mein Steuervorteil durch den Sonderausgabenabzug größer ist als meine Zulage, kann ich dann auf die Beantragung der Zulage verzichten?

    Nein. Das Finanzamt legt den Zulagen-Anspruch zu Grunde und nicht die tatsächlich gezahlte Zulage. Damit Sie kein Geld "verschenken", sollten Sie also immer die Zulage beantragen.

19. Bekomme ich meine Zulage automatisch auf meinen Vertrag gutgeschrieben?

    Nein. Die Zulage muss prinzipiell jedes Jahr neu beantragt werden. Allerdings können Sie einen Dauerzulagenantrag stellen. Dazu hält jeder Anbieter entsprechende Formulare bereit bzw. sendet Ihnen diese zusammen mit den Jahreskontounterlagen zu. Siehe dazu auch Frage 21.

20. Woher bekomme ich meine Zulagennummer?

    Normalerweise ist Ihre Sozialversicherungsnummer gleichzeitig auch Ihre Zulagennummer. Wenn Sie als Beamter keine Sozialversicherungsnummer besitzen, so muss eine Zulagennummer durch Sie beantragt werden. Diese wird ihrem Dienstherrn dann durch die Zulagenstelle mitgeteilt. Die zuständige Besoldungsstelle hält dazu i.d.R. ein Formular bereit.

21. Woher erhalte ich einen Zulagenantrag?

    Den Zulagen-Antrag sendet Ihnen der Produktanbieter zusammen mit Ihren Jahreskontounterlagen zu. Dies geschieht i.d.R. zu Beginn des Jahres. Bei der DWS RiesterRente Premium finden Sie einen Dauerzulagenantrag direkt in unserem Antragspaket. Senden Sie uns diesen einfach zusammen mit den Antragsunterlagen an uns. Bei der DWS TopRente erhalten Sie den Dauerzulagenantrag zusammen mit den Jahreskonto-Informationen zum Jahresbeginn von der DWS zugesandt.

22. Bis wann muss die Zulage spätestens beantragt werden?

    Damit Ihr Anspruch auf Zulage nicht verloren geht, muss der Zulagenantrag bis zum Ablauf des zweiten Kalenderjahres, welches auf das Jahr der Beitragszahlung folgt, gestellt sein. Es empfiehlt sich jedoch, den Antrag so früh wie möglich zu stellen, damit der Antrag nicht vergessen wird und sich die Zulage noch mit verzinsen kann.

23. Wie viel muss ich mindestens einzahlen, um meine volle Zulage zu erhalten?

    Um die volle staatliche Riester-Zulage zu erhalten, muss ein Mindesteigenbeitrag geleistet werden. Dieser bemisst sich nach den im vorangegangenen Kalenderjahr erzielten beitragspflichtigen Einnahmen und den staatlichen Zulagen. Zu den beitragspflichtigen Einnahmen zählt i.d.R. das Bruttoeinkommen. Von diesem müssen4% abzüglich der Zulagen jährlich als Eigenbeitrag geleistet werden. Höhere Einzahlungen sind bei den meisten Verträgen auch möglich. Einzahlungen (Eigenbeiträge und Zulagen), die über den Förderhöchstbetrag (2.100 €) hinaus gehen, werden wie Beiträge in normale Altersvorsorge-Produkte der dritten Schicht behandelt.

24. Woraus berechnet sich der Mindesteigenbeitrag bei Beamten?

    Hierzu zählen das Grundgehalt, Leistungsbezüge an Hochschulen, Familienzuschüsse, Zulagen, Vergütungen, Anwärterbezüge, jährliche Sonderzahlungen oder Sonderzuwendungen, Vermögenswirksame Leistungen und das jährliche Urlaubsgeld. Nicht berücksichigt werden Auslandsdienstbezüge der Beamten.

25. Wie viel kann ich einzahlen, um den maximalen Sonderausgabenabzug zu nutzen?

    Es können einschließlich Zulagen maximal 2.100 Euro abgesetzt werden. Dies ist der Förderhöchstbetrag.

26. Bekomme ich keine Zulage, wenn ich nicht den kompletten Mindesteigenbeitrag einzahle?

    Doch. Allerdings wird die Zulage in dem Verhältnis gekürzt, wie der Mindesteigenbeitrag unterschritten wurde. Wird z.B. nur der halbe Mindesteigenbeitrag eingezahlt, so gibt es auch nur die halbe Zulage.

27. Was versteht man unter Sockelbeitrag?

    Das ist der Mindesteigenbeitrag, der auf Grund gesetzlicher Regelungen von einem direkt Förderberechtigten mindestens selbst eingezahlt werden muss, selbst, wenn sich rechnerisch ein geringerer Beitrag ergeben würde. Er beträgt 60 Euro im Jahr. So muss z.B. eine Person während der Kindererziehungszeit und ohne Einkommen (direkt förderbrechtigt) mindestens den Sockelbetrag einzahlen.

28. Wie errechnet sich bei Personen im Erziehungsurlaub der Mindesteigenbeitrag?

    Maßgeblich ist das Einkommen aus dem vorangegangenen Kalenderjahr. So kann es am Anfang des Erziehungsurlaubes sein, dass noch ein höheres Einkommen zu Grunde gelegt wird. Mindestens muss aber während des Erziehungsurlaubes der Sockelbeitrag geleistet werden.

29. Können Ehepaare einen gemeinsamen Vertrag schließen?

    Nein, da jede Person (direkt-Förderberechtigte und auch abgeleitet-Förderberechtigte), die Anspruch auf eine Zulage hat, einen eigenen Vertrag benötigt.

30. Wenn ein förderberechtigter Ehepartner mit einem nicht förderberechtigten Partner verheiratet ist, können dann beide die Zulage erhalten?

    Ja. Der nicht direkt-Förderberechtigte wird durch den Partner indirekt förderbrechtigt (auch als abgeleitet oder mittelbar förderbrechtigt bezeichnet). Dadurch wird er mit der Zulage gefördert. Allerdings ist hierfür Voraussetzung, dass der direkt-Förderberechtigte seinen Mindesteigenbeitrag leistet.
    Wichtig ist, dass der indirekt-Förderberechtigte ebenfalls einen Vertrag abschließt. Dieser wird dann nur aus Zulagen bedient (so genannter Huckepackvertrag, Anhängselvertrag, Kombivertrag...).
    Besonderheiten gibt es bei getrennt veranlagten Ehepaaren.

31. Wie errechnet sich in einen solchen Fall der Mindesteigenbeitrag? Was gilt für den Sonderausgabenabzug?

    Für die Berechnung des Mindesteigenbeitrags des direkt förderberechtigten Partners kann auch die Zulage des nicht direkt förderberechtigten Partners berücksichtigt werden. Der Sonderausgabenabzug kann aber zunächst nur bei direkt Förderberechtigten in Anspruch genommen werden. Sollte jedoch der Höchstbetrag nicht ausgeschöpft sein, so können auch noch die Beiträge des indirekt Förderberechtigten geltend gemacht werden.

32. Wenn beide Ehepartner direkt förderberechtigt sind - Zählt der Sonderausgabenabzug für jeden einzeln oder ist es egal, wie viel in jeden einzelnen Vertrag fließt?

    Nein. Jeder Ehepartner muss bis zu seinem Höchstbeitrag seine eigenen Beiträge einzahlen, um gemeinsam die maximale Förderung auszuschöpfen.

33. Wie lange besteht der Anspruch auf Kinderzulage?

    Der Anspruch auf Kinderzulage besteht so lange, wie der Anspruch auf Kindergeld besteht.

34. Wer bekommt die Kinderzulagen?

    Normalerweise werden die Kinderzulagen dem Vertrag der Mutter gutgeschrieben. Auf Antrag beider Eltern kann die Zulage aber auch dem Vertrag des Vaters gutgeschrieben werden. Dies kann man über den Zulagenantrag der Zulagenstelle mitteilen. Bei nicht verheirateten Eltern erhält derjenige die Kinderzulage, der auch das Kindergeld ausgezahlt bekommt.

35. Wann erhalte ich meine Leistungen aus meiner Riester-Rente?

    Die Auszahlung aus der Riester-Rente erfolgt frühestens mit Vollendung des 60. Lebensjahres und spätestens bei Vollendung des 67. Lebensjahres. Sie erfolgt ebenfalls spätestens zu Beginn des Jahres, welches auf den Eintritt in die gesetzliche Rente erfolgt.

36. Kann ich mir auch zu Rentenbeginn mein gesamtes Guthaben auszahlen lassen?

    Das würde bedeuten, dass Sie Ihre gesamte Förderung zurückbezahlen müssten. Allerdings haben Sie die Möglichkeit, 30% Ihres Guthabens sich förder-unschädlich auszahlen zu lassen. Die Auszahlung unterliegt dabei - wie alle Leistungen aus Altersvorsorgeverträgen - der nachgelagerten Besteuerung.
    Eine Besonderheit gilt für ungeförderte Beiträge, die in den Vertrag geflossen sind. Das Kapital, das aus diesen Beiträge angewachsen ist, kann auch komplett entnommen werden, ohne die Förderung für die anderen Beiträge zu schädigen. Besteuert werden die Erträge aus den ungeförderten Beiträgen wie Erträge aus normalen Altersvorsorge-Produkten.

37. Stimmt es, dass ich mir für den Erwerb von selbst genutzten inländischen Wohneigentums einen Betrag aus meinem Riester-Guthaben entnehmen darf?

    Ja. Im Rahmen der WohnRiester-Regelungen ist es möglich, Guthaben zu entnehmen.

38. Was ist eine förderschädliche Verwendung?

    Die staatliche Förderung hat die Zielsetzung, einen Beitrag für die Altersvorsorge zu leisten. Deshalb gilt auch, dass die Förderung bei Verwendung für andere Zwecke zurück gezahlt werden muss (Ausnahme siehe Frage 37). Dazu zählen z.B. Kündigung, Auszahlung im Todesfall an Hinterbliebene (siehe dazu auch Fragen 39 und 40), endgültiger Wegzug ins Ausland.

39. Welche Leistungen erhalten Hinterbliebene im Todesfall des Riestersparers während der Ansparphase und der Auszahlungsphase bis zum 85. Lebensjahr?

    Das vorhandene Vermögen kann förderunschädlich auf einen gemeinsam veranlagten Ehepartner übertragen werden. Allerdings muss dieser auch einen Riester-Vertrag besitzen bzw. dann eröffnen. Für alle anderen Fälle gilt, dass das Guthaben unter Abzug der staatlichen Förderung an die Erben ausgezahlt wird.

40. Ist eine Übertragung meines bisherigen Guthabens auf einen anderen Anbieter möglich oder muss ich die Förderung zurückbezahlen, wenn ich zum Zweck eines Anbieterwechsels kündige?

    Nein. Eine Übertragung auf einen Riester-Vertrag eines anderen Anbieters ist förderunschädlich möglich.

41. Wird mein Riester-Vertrag bei Antrag auf Arbeitslosengeld II angerechnet bzw. ist mein Riester-Vertrag "Hartz IV-sicher"?

    Bis zu den staatlich geförderten Höchstgrenzen wird Ihr gefördertes Riester-Vermögen bei der Ermittlung des Arbeitslosengeldes II nicht heran gezogen. Nur über die Höchstbeträge hinaus gezahlte Beiträge werden angerechnet.

42. Muss ich eigentlich einen Freistellungsauftrag stellen?

    Nein. Dies ist nicht erforderlich. Die Besteuerung findet erst nachgelagert mit Hilfe der Einkommensteuererklärung statt.

43. Woher weiß ich eigentlich, wie hoch meine beitragspflichtigen Einnahmen aus dem Vorjahr waren?

    Sie erhalten einmal jährlich von Ihrem Arbeitgeber eine "Meldung zur Sozialversicherung nach DEÜV", in der die entsprechenden Beträge stehen.

44. Welche Stellen bieten weitere Infos zum Thema Riester-Rente?

    Unter folgenden Quellen können Sie sich informieren:
    Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (kostenfreie Service-Nummer: Tel. 0800/151515).
    Deutsche Rentenversicherung: www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

Maßgeblich für die Produkteigenschaften sind lediglich die gesetzlichen Bestimmungen zur RIester-Förderung.

© Rhenus Finanzen  2006-2017

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